Sich mal Zeit für sich selbst zu nehmen ist so unfassbar uncool geworden, oder? Das scheint es zumindest zu sein, wenn man nicht gerade in einem 5-Sterne-Schicki-Micki-Luxus-Spa-Resort auf Bali sitzt (Nichts gegen Bali, btw. Wer wäre da nicht gern?). Uncool ist es irgendwie erst dann, wenn man einfach so gar nichts macht. Wenn man Zuhause rum sitzt und nicht mal lässig Pizza in sich hinein stopft, während man irgendwelche Serien auf Netflix suchtet. Uncool ist es so richtig, wenn du einfach nur da sitzt. Wenn du dir also wirklich Zeit für dich nimmst. So gar nichts Instagramwürdiges zu sagen oder zu zeigen hast. Und auch gar nichts zeigen und sagen willst. Kein großer Input, kein großer Output. Einkaufen gehen, Essen kochen, Geschirr spülen, ein bisschen arbeiten, ein bisschen ärgern, ein bisschen kuscheln. Einfach dem gewöhnlichen, stinkend langweiligen Alltag nachgehen und sich dabei von so vielen Ablenkungen wie möglich trennen.

Über Instagram kann man ja sagen, was man will. Zu unecht, zu gefiltert, zu viel verschwendete Zeit, zu viele Shitstorms (ich kann jedem nur empfehlen, den eigenen Feed wirklich nur mit den Dingen und Menschen zu füttern, die einem wirklich gut tun – dann ist Instagram nämlich gar nicht mehr so schlimm) . Aber eins kann Instagram auf jeden Fall, nämlich mir immer wieder großartige, inspirierende, bewegende, wertvolle und wichtige Menschen, Unternehmen oder Organisationen präsentieren.